Traumberuf DJ: Warum du deine „verrückte Idee“ jetzt umsetzen solltest

Ist der DJ-Job wirklich dein Traumberuf? Woher willst du das wissen, wenn du es nicht wenigstens ausprobierst, deine eigenen Platten in Clubs aufzulegen. Dieser Artikel soll dich motivieren, deinen Traum wahr zu machen!

Klar, viele deiner Freunde und Verwandten werden sagen, dass es eine verrückte Idee ist, DJ werden zu wollen.

Das stimmt ja auch – es IST verrückt. Aber gerade dieser Aspekt ist so wichtig: Manchmal musst du verrückte Dinge tun, um Erfolg und Freude im Leben zu erfahren!

Was spricht für den DJ-Beruf?

Deine Idee wird also als verrückt bezeichnet – aber wieso eigentlich?

Ganz einfach: Niemand kann dir Erfolg, Geld oder ein lockeres Leben als Resident DJ im Space auf Ibiza garantieren. Du durchläufst keine klassische Ausbildung, bei der du am Schluss nach einer bestandenen Prüfung ein Diplom ausgehändigt bekommst.

Du wirst dein eigener Lehrer und zugleich dein eigener Schüler sein, wenn du dich für deinen Traumberuf als DJ entscheidest.

Wie bei allen künstlerischen Berufen kommt es ganz allein auf dich und dein Talent bzw. deine Fähigkeit an, dein Talent zu steigern und angemessen zu präsentieren.

Folgende Aspekte sprechen eindeutig für den DJ-Beruf:

  • Abwechslung von Club zu Club
  • Herausforderungen als Alltagsgeschäft
  • Möglicherweise Ruhm, Reichtum und Co.
  • Relativ kurze „Ausbildungsdauer“
  • Ideal als zweites Standbein
  • Niedrige Startkosten

Zu guter Letzt: Es gibt so viele schlechte DJs, da wäre es schön, ein paar neue Gesichter hinter den Plattentellern zu sehen :-)

So solltest du als DJ anfangen

Theoretisch ist der Job ganz einfach: Du besorgst dir zwei Plattenspieler und ein paar Vinyls, dann kann es fast schon losgehen…

Bevor du dich in die spannende Welt des DJings begibst, solltest du dir gewisse Dinge durch den Kopf gehen lassen, beispielsweise folgende Fragen:

  1. Wir wirst du mit typischen DJ Problemen fertig?
  2. Könntest du dir vorstellen, in großen Clubs aufzulegen?
  3. Hast du bereits einen DJ Namen gefunden?
  4. Weißt du, wie du mit Live Sets deine Fehler ausmerzt?
  5. Hast du überhaupt Ahnung vom Thema „Platten mixen“?
  6. Weißt du, wie du an Auftritte / Gigs kommen kannst?
  7. Welches Medium bevorzugst du? MP3, Vinyl oder CD?
  8. Bist du fähig, den Club so richtig anzuheizen?
  9. Wäre eventuell eine DJ Schule etwas für dich?
  10. Wie wirst du bei deinem ersten Gig vorgehen?
  11. Hast du Ahnung von professioneller DJ Selbstvermarktung?

Falls die obigen Fragen bereits geklärt wurden, musst du dich noch der wichtigsten Hürde stellen. Es ist der Punkt im Verlauf der meisten DJ-Karrieren, bei dem die Menschen am häufigsten „auf die Fresse“ fliegen.

Die größte Hürde: Deine Angst

Richtig, es geht um deine Angst. Dieses Gefühl kann sich auf viele Arten bemerkbar machen – und immer ist es hinderlich, wenn man vorwärts kommen möchte.

Angst ist sinnvoll, wenn man im Urwald allein unterwegs ist. Angst kann dort Leben retten.

In unserer Gesellschaft sollte es jedoch keine Angst mehr geben. Wovor hast du Angst?

Dass nicht alles so läuft, wie du dir das vorstellst? Dass du nicht schon nach ein, zwei Auftritten weltberühmt bist? Dass du in den ersten 12 Monaten nicht von deinem Traumberuf leben kannst? Dass du ausgelacht wirst oder sogar ausgebuht, wenn du live auflegst?

Wenn du eine dieser Fragen mit Ja beantwortest, solltest du deinem Problem auf den Grund gehen und dich der Angst stellen.

Das funktioniert am besten mit handfesten Fakten! Suche dir dazu eine beliebige Biographie eines weltberühmten DJs heraus (Wikipedia hilft!) und studiere seinen (oder ihren) Werdegang. Auch sein (oder ihr) Leben war zu Beginn kein Ponyhof!

Abschließende Meinung zum Traumberuf DJ

Ich glaube, dass es in Zukunft immer mehr Bedarf für gute DJs geben wird.

Die Menschen wollen immer häufiger unterhalten werden und sehen beispielsweise Clubbesuche (= Medienkonsum) als eine der wichtigsten Freizeitbeschäftigungen an.

Es ist ja nun nicht so, dass DJs / DJanes nur in Clubs und Discotheken gefragt sind. Auch Firmenfeiern, Hochzeiten, Geburtstage, Einweihungen, Benefizveranstaltungen und sogar eine Audienz beim Papst will angemessen beschallt werden.

Ein moderner DJ sollte sich nie nur als „Plattenschubser“ sehen, sondern möglichst schon zu Beginn seiner Karriere seine spezielle Nische auf dem Markt suchen. Zum täglichen Broterwerb funktioniert das vermutlich am besten.

Wer irgendwann einmal mit David Guetta, Carl Cox und Sven Väth im Space auf Ibiza auflegen möchte, muss sich erst einmal einen Namen als DJ machen.

Wenn du glaubst, dass du das Zeug dazu hast: Herzlichen Glückwunsch, die schwierigste Hürde hast du gerade mit Bravour gemeistert!

Bild CC 2.0 by M.ADA / Flickr